Männliche sterilität
Die männliche Fruchtbarkeit beansprucht eine normale Erektion und eine Ejakulation sowie eine einwandfreie Samenqualität. Der Mann ist fruchtbar, wenn er während dem Geschlechtsverkeht ejakuliert. Er ejakuliert laut WHO mindestens 12 Millionen beweglicher und normaler Spermatozoiden in die Vagina. Die Veränderungen, die eine Sterilität herbeiführen kann, zeigen sich in der Veränderung der Samenqualität sowie in der Schwierigkeit, den Samen in die Vagina zu ejakulieren.
EREKTIONSSTÖRUNG
Die eingeschränkte Penetration in die Frau führt zur Sterilität. Die Ursache muss untersucht werden und wenn möglich, auch behandelt. Der Einsatz von Medikamenten (wie Viagra, Cialis oder Testosteron), wenn diese ärztlich indiziert sind, sind eine große Hilfe, um die meisten Erektionsstörunges-Probleme zu lösen. Es kann ohne eine Erektion ejakuliert werden. Wenn der Mann mit Erektionsstörung einen Kinderwunsch hat und einen normalen Samen ejakuliert, dann wird Künstliche Besamung (IA) mit dem Samen vorgenommen.
ANEJAKULATION
Das Ausbleiben einer Ejakulation bedeutet Sterilität, da der Mann nicht ejakuliert und den Samen nicht in der Vagina ablegen kann. Die häufigsten Ursachen sind Diabethis sowie die durch einen Unfall bedingente Rückenmarksverletzungen, die eine Querschnittlähmung zur Folge haben. Andere Ursachen sind psychologisch oder hormonell bedingt. Diese Männer produzieren Spermatozoiden, können diese aber nicht ausstoßen.
Wenn die Ursache hormonell oder psychologisch beding ist, können diese behandelt werden. Dies gilt sogar für manchen neurologischen Fall. Es muss eine Künstliche Befruchtung durchgeführt werden. Hierfür müssen wir Spermatozoiden gewinnen.
Methoden zur Spermatozoidengewinnung:
a) Elektroejakulation, die eine Aufnahme in der Klinik und einer Vollnarkose erfordert.
b) Vibrostimulation, die Bluthochdruck hervorrufen kann.
c) Extraktion der Hodenspermatozoiden durch eine Biopsie. Dies ist die sicherste Methode.
d) Prostata Massage, dies ist die am Institut Cefer entwickelte Methode und die einfachste.
Die anzuwendende Künstliche Befruchtungs-Technik hängt von der erhaltenen Spermaqualität ab: Künstliche Besamung oder In Vitro Befruchtung mit ICSI.
VERÄNDERUNG DER SAMENQUALITÄT
AZOOSPERMIE.
Bedeutet das Ausbleiben von Spermatozoiden im Samen. Es gibt zwei Typen:
Azoopermie secretor: Es werden keine Spermatozoiden im Hoden produziert. In dieser Gruppe sind die häufigsten Ursachen: Chromosomische oder genetische, Cryptorquidia; (die Hoden sind nich in den Hodensack abgesunken); Orchitis (Entzündungen des Hodens wie im Falle von Mumps); Hormonaler Defizit: Radiotherapie oder Chemotherapie.
Patienten mit einer Azooospermie bedingt durch ein Defizit von FSH und LH Hormonen können mit besagten Hormonen behandelt werden. Einige Azoospermie-Patienten (über 50%) bewahren Hodenbereiche mit Spermatozoiden die extrahiert werden können für die In Vitro Befruchtung mit ICSI.

OBSTRUKTIVE AZOOSPERMIE.
Es werden Spermatozoiden im Hoden produziert, aber die Samenleiter, die den Hoden mit dem Penis verbinden sind obstruhiert. Häufigste Ursachen: Angeborenes Nichtvorhandensein der Samenleiter (vorliegend bei Patienten mit Zystische Fibrosis);Entzündungen der Samenleiter, die durch Vernarbung dieser obstruhieren; Einschnitt der Samenleiter durch Vasektomie.
BEHANDLUNG:
In Vitro Befruchtung, die Spermatozoiden werden aus den Hoden extrahiert. Im Falle von Azoospermie durch Vasektomie kann eine Wiederherstellungschirurgie durchgeführt werden, auch wenn die Befruchtung mit Azoospermie durch In Vitro mit ICSI erfolgreicher ist.
OLIGOASTENOZOOSPERMIE
Bedetutet Reduzierung der Anzahl und Mobilität der Spermatozoiden. Die Ursachen sind mehrfach: Chromosomische, genetische, hormonelle, infektiöse Teilobstruktionen der Samenleiter, Varicozelle (Krampfadern in den Adern der Hoden), etc.
BEHANDLUNG:
Hängt von der Ursache ab. Wenn es nicht behandeltbar ist, dann wird Künstliche Besamung oder In Vitro Befruchtung mit ICSI angeraten. Je nach Grad der Oligoastenozoospermie.

ASTENOZOOSPERMIE
Bedeutet die Reduzierung der Spermamobilität, denn wenn sich die Spermatozoiden nicht bewegen, können Sie nicht von der Vagina (wo sie abgelagert werden) bis zu den Eileitern gelangen, wo sie sich mit der Eizelle vereinen. Die häufigsten Ursachen sind: Infektionen, Autoantikörper, Varicozelle und Veränderung des Spermatozoidenschweifes.
Die Behandlung hängt von der Ursache ab. Wenn es nicht behandelbar ist, wird Künstliche Besamung oder In Vitro Befruchtung mit ICSI vorgeschlagen. Je nach dem Grad der Reduzierung der Spermamobilität.